Portal für Mediengestaltung

Istanbul – In die Stadt

Während der Industrialisierung in den 1960/70 Jahren und während des kurdisch-türkischen Bürgerkrieges in den 1980/90 Jahren strömten die Menschen in Hoffnung auf Arbeit von den Dörfern in die Städte. Vor allem Istanbul litt aufgrund seiner günstigen geografischen Lage, zwischen Asien und Europa, unter extremen Einwanderungswellen. So hat sich die Einwohnerzahl Istanbuls innerhalb 40 Jahren von 1,5 Millionen auf heute geschätzte 15 Millionen verzehnfacht.

Als aktueller EU-Anwärter und ausgewählt als Kulturhauptstadt 2010 will die Stadt sich nun von ihrer besten Seite zeigen. Alles was nicht glänzt und annähernd als "unrein" gilt muss möglichst schnell ausradiert und modernisiert werden. Ironischer Weise wird bei der Vorbereitung zur Weltkulturhauptstadt ein Großteil der istanbuler Kultur hemmungslos zerstört. In den letzten Jahren verloren tausende Familien aus den Armenvierteln Istanbuls ihr Zuhause und unzählige Menschen wurden aus der Stadt in weit entfernte Vororte deportiert. Über Nacht und ungefragt werden ganze Stadtteile Istanbuls durch Bulldozer platt gemacht. Betroffen sind in der Regel ethnische Minderheiten wie beispielsweise Sinti & Roma, Kurden oder Armenier.

Die Sanierung einiger Viertel Istanbuls ist zwar notwendig, aber für die meisten Anwohner nicht gerade profitversprechend. Sie erhalten oft nur 42% ihres Eigentums zurück und die Abfindungen sind sehr gering. Die Bauunternehmen sind es, die Profit schlagen und ihre neu gebauten Appartements für den 4 fachen Mietpreis anbieten können. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass der Schwiegersohn des aktuellen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit im Vorstand einer türkischen Baufirma sitzt, die für die Planung und Renovierung vieler Armenviertel Istanbuls zuständig ist.

Verlorene Heimat

"Dombrowka Gorna" – ein 200 Seelen Dorf in Oberschlesien. Die Region gehörte vor dem zweiten Weltkrieg zu Deutschland, heute zu Polen. In dem Dorf spricht die ältere Generation besser Deutsch als Polnisch. Die mittlere Generation spricht meist nur Polnisch, da nach dem Krieg Deutsch sprechen verboten wurde. Die jüngste Generation lernt heute wieder Deutsch in der Schule und kann so mit ihren Großeltern auch auf Deutsch kommunizieren...

Bayram

Bayram, das Opferfest, ist eines der wichtigsten Feste im Islam. Beim Opferfest gedenken die Muslime dem Propheten Abraham, der im Namen Allah seinen Sohn Ismael opfern sollte. Wie in dem Koran nachzulesen ist, verschonte Allah Ismael in letzter Minute und nahm stattdessen einen Widder als Opfer.
Weltweit werden zum Bayram Rinder oder Schafe von Muslimen geschlachtet und anschließend das Fleisch der Tiere an arme Leute aus der Nachbarschaft, an Freunde und die eigene Familie verteilt.

Marler Stern

Marl – eine ausgestorbene Stadt im nördlichen Ruhrgebiet – zählt an die 87.000 Einwohner. Ich habe mich dort einen Tag auf die Suche nach Menschen und Orten begeben und habe vor allem das berühmte Shopping-Center, den Marler Stern, besucht.